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30.07.2015 – Elektronetz Mittelsachsen: Verträge durch Vorsitzende der sächsischen Zweckverbände unterzeichnet

Neue SPNV-Qualität wird ab 12. Juni 2016 Sachsen mit Bayern und Brandenburg verbinden

Chemnitz  Im Juni 2015 konnte der Zuschlag für den Verkehrsvertrag für das Elektronetz Mittelsachsen an die Bayerische Oberlandbahn GmbH, einem Unternehmen der Transdev-Gruppe, erteilt werden. Den Verkehr durchführen wird die Mitteldeutsche Regiobahn (MRB) – eine Marke der Transdev-Gruppe. Der Verkehrsvertrag läuft bis Dezember 2030. Pro Jahr wird die MRB 5,837 Mio. Zugkilometer auf den Strecken Dresden – Chemnitz –Zwickau – (Plauen – Hof) und Chemnitz – Riesa – Elsterwerda fahren.
Der Verkehrsverbund Mittelsachsen hatte federführend für die beteiligten Aufgabenträger Zweckverband Verkehrsverbund Mittelsachsen (ZVMS), Zweckverband Verkehrsverbund Oberelbe (Z-VOE), Zweckverband Öffentlicher Personennahverkehr Vogtland (ZVV), Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) und Land Brandenburg das zehn Monate dauernde Vergabeverfahren durchgeführt. Im Vorfeld war das in direktem Zusammenhang stehende Vergabeverfahren zur Fahrzeugbeschaffung abgeschlossen worden.
Für Dr. Christoph Scheurer als Vorsitzenden des ZVMS war diese Vergabe alles andere als Tagesgeschäft. "In den ostdeutschen Bundesländern sind wir der erste Verbund, der diesen Weg gewählt hat. Als Aufgabenträger kauft der ZVMS die Fahrzeuge und übergibt sie zur Nutzung an die MRB. Damit haben wir mehr Chancen, langfristig ein hochwertiges SPNV-Angebot zu ermöglichen. Der Beweis, dass diese Vergabekonstellation wirtschaftlichere Ergebnisse erzielen kann, ist mit 170 000 Zug-Kilometer mehr pro Jahr ab Juni 2016 erbracht."
Möglich wurden die Verträge nur, weil Z-VOE und ZVV die verwaltungsrechtlichen Voraussetzungen mit geschaffen haben und der Freistaat Sachsen das Projekt durch Bekenntnis und die anteilige Förderung der Fahrzeuge unterstützte.
Der Vorsitzende des Z-VOE, Arndt Steinbach, betont: "Die erfolgreiche Vergabe des Eisenbahnverkehrs im Elektronetz Mittelsachsen unterstreicht die enge und konstruktive Zusammenarbeit der sächsischen Verkehrsverbünde und ihrer bayrischen und brandenburgischen Partner." Für Dr. Tassilo Lenk als Vorsitzenden des ZVV und Landrat des Vogtlandkreises ist der ungebrochene Verkehr zwischen Dresden und Nürnberg für die Menschen im Vogtland enorm wichtig. Dank des Fahrzeugpools besteht nun auch die Möglichkeit, schnell zu reagieren, wenn in Bayern die Elektrifizierung der Sachsen-Franken-Magistrale nach Nürnberg fortgesetzt wird.
Zwei Verträge unterzeichnete heute Matthias Löser, verantwortlicher Vertreter der Transdev-Gruppe: "Die Mitteldeutsche Regiobahn als ausführende Marke freut sich auf die neue Aufgabe. Für uns stehen der Kunde und der Service am Fahrgast im Mittelpunkt. Sowohl mit der Gestaltung des Verkehrsvertrages als auch mit den modernen, an den Bedürfnissen der Fahrgäste ausgerichteten neuen Alstom-Fahrzeugen haben die Aufgabenträger des EMS dafür die besten Voraussetzungen geschaffen."
Foto: Vertragsunterzeichnung >>